Tipp #1: Setzen Sie sich ein klares Ziel

Nur mit einer klaren inneren Haltung äußern Sie einen klaren Standpunkt. Beschränken Sie sich daher bewusst auf ein Thema, das gut zu den Eigenschaften von Instagram und den Erwartungen seiner Nutzer passt. Unterschiedliche Themen sollten Sie auf unterschiedlichen spezialisierten Kanälen bedienen. So wäre es denkbar, für alle wichtigen Anspruchsgruppen eigene Profile zu erstellen. Ist Ihnen der Aufwand dafür zu groß, beweisen Sie Mut zur Lücke in solchen Berei-chen, die Sie bereits in anderen Medien gut abbilden. Derzeit können Sie bis zu fünf Instagram-Kanäle parallel betreiben.

Tipp #2: Machen Sie auf Instagram etwas Besonderes

Jedes Medium und jeder Kanal hat individuelle Eigenarten. Bei Instagram wollen die Menschen in erster Linie Spaß an guten Bildern haben. Deshalb ist Instagram kein zweiter Produktkatalog, sondern der beste Ort für den Kontext Ihrer Marke. Fragen Sie sich: Welche Bildwelten lassen den Spirit meiner Marke fühlbar werden? Seien Sie dabei gerne kreativ: die Instagram-Welt lechzt nach Abwechslung! Während die Zahl der Fotos ständig steigt, werden die Bildlooks durch immergleiche Filter und Posen immer verwechselbarer. Setzen Sie mit unverwechselbaren Bildern dagegen, sie sind der Königsweg für Instagram.

Tipp #3: Unterschätzen Sie nicht Ihre Bio, es ist der erste Bereich, den Besucher Ihres Kanals zu sehen bekommen

Wer sind Sie? Was ist Ihr Business? Was hat Ihr Kanal zu bieten? Das sollte in Ihrer Bio stehen (dem Textfeld unter Ihrem Namen). Dafür haben Sie nur 150 Zei-chen zur Verfügung, können Ihren Text aber über die Emoji-Tastatur des Smartphones visuell aufpeppen. Emojis fallen auf, werden schneller rezipiert als Text und es gibt so viele von Ihnen, dass Sie immer eine Abbildung finden werden, die Ihre Aussage visuell unterstützt. Wer hingegen Emojis für kindisch hält, irritiert jüngere Zielgruppen. Für sie ist der Umgang damit völlig normal und ein lachender Emoji macht oft den Unterschied zwischen einer positiven Botschaft und einer sarkastischen Lesart.

Tipp #4: Hashtags sind wie Straßen, die zu Ihrem Profil führen. Je mehr Straßen Sie bauen, desto mehr Menschen finden zu Ihnen

Populäre Hashtags sind wie breite Autobahnen mit vielen Abfahrten. Da ist viel Verkehr und es kann vorkommen, dass Ihre Zielgruppe die richtige Ausfahrt verpasst. Wenn Sie die Hashtags spezifischer wählen, werden die Straßen kleiner und der Verkehr nimmt ab. Dafür sind auf diesen Straßen mehr Menschen aus Ihrer Zielgruppe unterwegs und die Wege führen immer direkter zu Ihnen. Pro Post sind bis zu 30 Tags möglich.

Ein gelungener Mix ist entscheidend: An sehr populären Hashtags erkennen Besucher schnell, ob Ihr Angebot relevant für sie sein könnte. Setzen Sie diese deshalb voran. Als nächstes setzen Sie Hashtags mit mittleren Beitragszahlen ein. Damit schöpfen Sie von der vorhandenen Aufmerksamkeit für Ihren Kanal ab. Spezifische Hashtags führen immer öfter direkt zu Ihnen, je häufiger Sie sie einsetzen. Aus einer Einbahnstraße in die sich vielleicht Anfangs nur wenige verirren, kann mit der Zeit eine bekannte Privatstraße werden, die exklusiv mit Ihnen in Zusammenhang gebracht wird. Ist so ein Hashtag erstmal etabliert, ist er wie eine Marke für Ihr Angebot auf Instagram.

Tipp #5: Finden Sie relevante Hashtags, indem Sie sich in Ihre Kunden hineinversetzen

Fragen Sie sich: Welche Begriffe geben Menschen ein, die ein Angebot wie Ihres suchen? Erstellen Sie sich eine Liste und testen Sie die Begriffe in der Instagram-Suche. Passen die gefundenen Hashtags und die damit verknüpften Posts gut zu Ihrem Angebot, machen Sie sich den Hashtag zu eigen. Stationäre Unternehmen mit regionalem Bezug sollten Tags nutzen, die sich regional etabliert haben. Von #miasanmia im Süden bis #moinmoin im Norden gibt es unzählige Varianten, die Sie mit Menschen in Ihrer Region verbinden. Sie können Hashtags auch folgen, um fortlaufend zu sehen wie sie sich entwickeln.

Tipp #6: Die Qualität Ihrer Kontakte ist entscheidend

Instagram ist ein soziales Netzwerk und die Anzahl der Abonnenten sagt nicht immer viel darüber aus, wie sich Ihr Engagement bei Instagram für Sie auszahlt. Wer eine Community aufbauen möchte, sollte relevante Kontakte pflegen und seine Beiträge über ausgewählte Hashtags verteilen. Relevante Kanäle finden Sie, indem Sie nachschauen, wem die Menschen folgen, denen Sie selbst folgen. Sie steigern Ihre Bekanntheit in den für Sie wichtigen Zielgruppen, wenn Sie sich am Dialog auch auf anderen für Sie relevanten Kanälen beteiligen. Verpulvern Sie Ihre Energie nicht um auf den ganz großen Bühnen der Instagram-Welt wahrgenommen zu werden, wenn Ihre konkreten Ziele diese Öffentlichkeit nicht brauchen.

Tipp #7: Entwickeln Sie eine konsistente Bildsprache

Ein harmonischer visueller Gesamteindruck weckt das Interesse flüchtiger Besucher und stärkt den Ausdruck Ihres Kanals für Ihre Besucher in den ersten entscheidenden Sekunden. Instagram-Nutzer suchen klare Konzepte in der Flut der Bilder. Für konsistente Bildsprachen gibt es viele Möglichkeiten: Ähnliche Motive, Perspektiven, Brennweiten, Farben, Lichtstimmungen oder Nachbearbeitungsstile können bewusst kombiniert werden, um den Unterschied zu machen.

Tipp #8: Unterschätzen Sie nicht die Wirksamkeit guter Texte

Instagram ist ein Netzwerk für Bilder aber kein Bild wirkt ohne Bildunterschrift und kein Netzwerk funktioniert ohne Interaktion. Nutzen Sie die Bildunterschriften um Ihre Botschaft zu kommunizieren und Ihre Besucher zu einer Aktion zu bewegen. Im Gegensatz zu dem Text in Ihrer Bio ist die Textlänge hier kaum limitiert. Die Bildunterschrift ist der Platz, in dem Sie die Geschichten Ihrer Bilder fortsetzen und Raum öffnen für Dialog. Seitdem Instagram die Sichtbarkeit von Beiträgen auch über einen Algorithmus steuert, werden Beiträge mit Likes und Kommentaren bevorzugt und das können Sie mit guten Texten fördern.

Tipp #9: Machen Sie auf ihr Debüt aufmerksam

Lassen Sie die Menschen wissen, dass Sie mit einem neuen Angebot bei Instagram sind. Sie können dazu auch Ihren Kanal mit Facebook verknüpfen und ihre ersten Instagram-Posts dort parallel einfließen lassen. Damit machen Sie vorhandene Abonnenten auf Ihr neues Angebot aufmerksam und sorgen für einen guten Start. Eine Dauerlösung ist das jedoch nicht, weil Ihr Instagram-Profil exklusive Inhalte braucht, um langfristig als zusätzlicher geschätzt zu werden. Langfristig können Sie Ihren Kanal durch Kooperationen bewerben. Suchen Sie sich Gleichgesinnte und erwähnen Sie sich gegenseitig, finden Sie einen gemeinsamen Hashtag, der Sie verbindet. Empfehlungsmarketing funktioniert auf Instagram sehr gut und so erreichen Sie sehr schnell höhere Reichweiten.

Tipp #10: Entwickeln Sie sich eine Routine und haben Sie Spaß

Ihre Abonnenten mögen es, wenn Sie für Ihre Postings einen eigenen Turnus ent-wickeln. Jeder Mensch in Deutschland weiß: Um viertel nach Acht am Sonntag ist Tatort-Zeit. Wie würden sich wohl die Einschaltquoten verhalten, würde die ARD die Sendezeit ständig verändern? Was ich damit sagen will: Im wünschenswerten Fall freuen sich Ihre Abonnenten auf Ihren nächsten Post und wollen ihn nicht verpassen. Sie merken schnell, wenn Sie sich eine Routine angewöhnen und danken es Ihnen mit höherer Aufmerksamkeit. Auch für Sie selbst bieten sich nur Vorteile: Sie können sich Ihre Instagram-Zeit so planen, dass sie gut in Ihren Tages- und Wochenrhythmus passt. Instagram können Sie von überall aus bedienen, suchen Sie sich einen Freiraum, in dem Sie den Kanal mit Freude bedienen können. Fixe Termine erhöhen außerdem die Verbind-lichkeit und damit die Erfolgswahrscheinlichkeit Ihres Engagements. Für Instagram-Profis gibt es außerdem Tools von Drittanbietern, mit denen sich künftige Posts planen automatisieren lassen. Und noch ein Tipp: Was Sie in keinem Fall tun sollten, ist das unregelmäßige Posten vieler Bilder auf einmal. Damit verstopfen Sie die Feeds Ihrer Abonnenten und verärgern sie damit im schlimmsten Fall so sehr, dass Sie sie verlassen.

Tipp #11: Prüfen Sie Ihren Erfolg

Wenn Sie Ihr Profil in den Einstellungen auf ein Unternehmensprofil umgestellt haben, stellt Instagram Ihnen einige Statistiken zur Nutzung Ihres Kanals zur Verfügung. Mit deren Hilfe können Sie die Wirksamkeit Ihrer Ziele überprüfen und optimieren. Vergessen Sie nicht: Die ganze Arbeit soll sich auch für Sie lohnen.